DUtrain - Independent Training & Service Centre for Power System Control
Independent Training & Service Centre
for Power System Control
 
Operator Training
Einflüsse auf den Systembetrieb

Die elektrische Energieversorgung gerät immer mehr unter den Einfluß von politischen Entscheidungen, öffentlichen Interessen und sich ändernden Marktsituationen. Daraus resultiert ein erhöhter wirtschaftlicher Druck auf die Energieversorgungsunternehmen ihre Systeme mit minimalen Kosten zu betreiben. Wirtschaftlicher Druck und sich rasch ändernde Betriebsumgebungen machen eine kontinuierliche Anpassung an neu vorherrschende Bedingungen und Situationen notwendig, welche einen direkten Einfluß auf den Betrieb des Energieversorgungssystems und somit auch auf die zu errichtenden Arbeiten haben.
Der Betrieb von Energieversorgungssystemen und somit auch die Aufgabengebiete der Betriebsführer werden von physikalischen Gegebenheiten bestimmt, wie z.B. die geographische Verteilung der Betriebsmittel, das stetige Gleichgewicht der Leistungen unter variierenden Lastabnahmen und dynamische Effekte des Systems. Unter Normal-, Störungs- und Wiederaufbauverhältnissen sind das Betriebsverhalten des Systems und auftretende physikalische Effekte verschieden. Das erfordert von den Betriebsführern eine Beherrschung des Systems, mit all seinen differierenden Effekten unter allen Betriebsverhältnissen.


Training Normalbetrieb
Eine Konsequenz aus der Trennung von traditionellen Funktionen auf verschiedene Geschäftsbereiche innerhalb eines Unternehmens oder auch in verschiedenen Unternehmen als Reaktion auf die Liberalisierung des Energiemarktes, wird eine steigende Notwendigkeit der koordinierten Kooperation von Betriebsbeteiligten sein, um den zuverlässigen und wirtschaftlichen Systembetrieb zu sichern.
Mit der Hilfe spezieller Trainingsmodule kann sichergestellt werden, daß alle Betriebsführer das volle technische Verständnis von den Vorgängen im offenen Energiemarkt haben.

Training Störungsbehebung
Heutige Energieversorgungsunternehmen müssen das Versorgungssystem näher an den technischen Grenzen betreiben als jemals zuvor. Dies erhöht automatisch auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Störung. Zusätzliche Vereinbarungen nichttechnischer Art bekommen eine immer größere Relevanz im offenen Energiemarkt, was auch eine Neubewertung der Störungshandhabung erfordert. Einer der Schlüsselfaktoren in der Störungsbehebung ist die Fähigkeit der Betriebsführer unter Zeitdruck die richtigen Entscheidungen zu treffen, um einen totalen Netzzusammenbruch zu verhindern und möglichst schnell wieder zum Normalbetrieb zurückzukehren.

Training Netzwiederaufbau
Großstörungen sind in ausgedehnten Verbundnetzen sehr selten auftretende Ereignisse, aber sie können nie ganz ausgeschlossen werden. Ein Betriebsführer kann viele Jahre seines Berufslebens zurücklegen, ohne je mit einem solchen Fall konfrontiert zu werden. Tritt ein solcher Fall aber doch ein, so müssen die Betriebsführer von Netz- und Produktionsgesellschaften effektiv zusammenarbeiten, um möglichst schnell zum Normalbetrieb zurückzukehren. Dies ist aber überaus schwierig, ohne vorherige Betriebserfahrungen in diesen Extremsituationen mit völlig ungewohntem Netz- und Kraftwerksverhalten gewonnen zu haben. Durch simulatives und gemeinsames Training beider Betriebsführergruppen kann dieser Erfahrungsmangel überwunden werden.
Der Netzwiederaufbau nach Großstörungen läßt sich nicht von einer Warte aus durchführen, sondern erfordert die koordinierte Zusammenarbeit in mehreren Warten. Ein Trainingssimulator für Netzwiederaufbau muß daher die Parallelsimulation mehrerer Warten (Netzbetreiber und Produktionsgesellschaften) erlauben, die Extremverhältnisse im Netz und in den Kraftwerken genügend genau nachbilden und die Vorgänge betrieblich realistisch auf den verschiedenen Bedienoberflächen darstellen.